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Demenz – einfach erklärt

Wenn im Alter die Vergesslichkeit zunimmt, kann das Angst machen. Aber niemand wird dement, nur weil er alt ist. Bei Demenz handelt es sich um eine umfassende Krankheit, nicht um eine reine Gedächtnisstörung. Teile vom Gehirn arbeiten nicht mehr richtig. Nervenzellen werden geschädigt und sterben ab. Deshalb kann man sich Dinge nicht mehr so gut merken. Man vergisst, was gerade eben passiert ist und kann nicht mehr gut nachdenken. Die Orientierung fällt schwer. Manchmal weiß man nicht, wo man gerade ist oder welcher Tag heute ist, welcher Monat oder welche Jahreszeit. Auch die Uhrzeit kann man immer schlechter verstehen. Neue Dinge lernen, das wird immer schwieriger. Im Gespräch fehlen die richtigen Worte. Früher oder später erkennt man Angehörige oder Freunde nicht mehr. Die Persönlichkeit kann sich verändern. Mit dem Nachlassen der geistigen Fähigkeiten, wird der Alltag immer schwerer. Dabei kann der Verlauf der Erkrankung von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Manchmal tritt sie mit anderen Krankheiten zum Beispiel Parkinson auf. Auch die Erkrankung von Blutgefäßen im Gehirn können eine Ursache sein. Es gibt mehrere Arten von Demenz. Die Alzheimer-Krankheit kommt am häufigsten vor. Die meisten Formen der Demenz kann man nicht heilen. Manchmal gelingt es aber, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen. Daher ist es sinnvoll, möglichst früh Klarheit zu haben. Eine Diagnose ist für viele Betroffene erst einmal ein Schock aber auch eine Erklärung. Manches Symptom kann nun verstanden und behandelt und Unterstützung frühzeitig organisiert werden. Erste Ansprechpartner sind meist der Hausarzt oder ein Neurologe. Mit einer Demenz ändert sich Vieles im Leben, aber auch mit einer Demenz geht das Leben weiter. Und viele Dinge funktionieren gerade zu Beginn der Krankheit noch genauso gut wie bisher. Wichtig ist, in Kontakt zu bleiben, sich weiterhin mit Familie und Freunden zu treffen. Menschen mit Demenz brauchen eine einfühlsame Begleitung. Sie können nicht mehr alles allein. Sie spüren selbst die Veränderung, möchten das aber oft nicht zugeben. Auch weil sie niemandem zur Last fallen möchten oder sich schämen. Ein Patentrezept gibt es nicht, jeder Mensch ist anders. Verlässliche Abläufe in einer gewohnten Umgebung sorgen in jedem Fall für ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Dazu gehören auch regelmäßige Mahlzeiten und ausreichend Bewegung. Gerade für den Alltag in den eigenen vier Wänden gibt es viele Ideen und Hilfsmittel, die ihn leichter machen. Kompliziertes wird durch Einfaches ersetzt. Das, was noch gut geht, wird trainiert. Vieles, was das seelische Wohlbefinden und Fähigkeiten fördert, hat nichts mit Medikamenten zu tun. Eine Demenz bedeutet in den meisten Fällen auch, dass man irgendwann nicht mehr in der Lage ist, selbst Entscheidungen zu treffen zum Beispiel über das eigene Geld, die Betreuung und Pflege. Das bereitet Sorge, aber das kann man rechtzeitig regeln. Mit einer Vorsorgevollmacht werden Personen benannt, denen man vertraut und die dann einmal die Entscheidungen treffen können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hilfe zu bekommen. Die Alzheimer Gesellschaft kann hier ein Ansprechpartner sein und informieren. Sie ist mit vielen Organisationen vernetzt, die für Demenzkranke da sind. Sollten Sie noch mehr wissen wollen, besuchen Sie doch einfach die Seite der Alzheimer Gesellschaft Rheingau-Taunus e.V. Hilfe zur Selbsthilfe Demenz